Die an sich gute Schauspieleriche Leistung von Joaquin Phoenix wurde durch eine bodenlos schlechte, langweilige Story und das absolut schockierende, unwürdige Ende des Films komplett ruiniert. Der Titel "Joker" ist eigentlich irreführend, denn hier geht es fast nur um Arthur Fleck. Zum Musical Aspekt: Dieser ist viel zu überzogen, denn alle 5 Minuten kommt eine Gesangseinlage und diese sind größtenteils nicht angenehm anzuhören.
(Spoiler!)
Der Film ist ätzend langweilig, denn die Story entwickelt sich unfassbar langsam, wobei sie gleichzeitig schlecht geschrieben ist. Arthur Fleck verbringt 90% der Zeit nur im Gefängnis, wo im wesentlichen keine Action stattfindet, 8% im Gerichtssaal und nochmal 2% in "Freiheit". Der Film revidiert Hauptsächlich die im ersten Joker abgeschlossene Handlung und stellt einen absolut depressiven und gebrochenen Joker dar, was an sich schon absolut widersprüchlich zum Ende des 1. Teils ist. Während des zähen Aufbaus der Story hin zur Gerichtsverhandlung gibt es ständig Gesangseinlagen, die aber wahrlich ein Graus für die Ohren sind. Nachdem Arthur Fleck gegen Ende des Films im Gerichtssaal endlich einen langersehnten Gefühlsausbruch durchmacht und zu dem Joker wird, den er zum Ende des 1. Teils darstellte, wird er nach 5 Minuten ohne wirkliche Action von Wärten zusammengeschlagen und versinkt wieder in Depression. Danach wird er aus dem Gericht befreit und man denkt, vllt kommt ja nun die lang erwartete Wende, aber nein, er flieht aus dem Fluchtfahrzeug und lässt sich wieder einsperren. Die Krönung ist als dann das unwürdigste Ende für diesen Legendären Charakter, dass man sich überhaupt vorstellen kann: Joker wird zum Tode verurteilt zurück ins Gefängnis gebracht und dort dann ohne jeglichen Sinn von einem einfachen Gefangenen aus Spaß abgestochen und stirbt wie ein reudiger Hund - eine Beleidigung für jeden Joker Fan!