Als Psychoanalytiker i.R.nach jahrzehntelanger Berufstätigkeit in einer psychiatrischen Tagesklinik und ambulant, schliesslich am Ende der Berufstätigkeit selbst von einer psychosenahen Krise betroffen war dieses Buch eine Art Fackel im Dunkeln der Krise und hat mir mehr geholfen als Gespräche mit auch KollegInnen. Frau De Gregorio stellt Verbindungen und Kontexte her zu Pionierzeiten der Sozialpsychiatrie (u.a.Asmus Finzen) und gemahnt der bitteren Zeiten von Rassehygienegesetzen und aggressiver Entwertung des nicht ins Normative passenden psychisch veränderten Er-Lebens, das durch sie in soziale und biografische Verarbeitungsproblematiken gerückt werden, in denen sie der verstehenden Reflektion mit oder ohne Therapeuten, aber vor allem in der sozialen Interaktion erkenntnisleitend und bewusstseinsstärkend werden.
Ein bemerkenswertes Identität und Kohärenz stiftendes Buch in Zeiten des irrenden und Halt suchenden Zeitgeistes!