Eine Serie wie ein leerer Jedi-Tempel: schรถn anzusehen, aber ohne Seele.
โAhsokaโ wirkt wie eine beeindruckend leere Hรผlle โ stilistisch bemรผht, inhaltlich katastrophal. Statt Tiefe gibtโs pseudophilosophisches Herumstehen. Statt echter Charaktere eine Parade stoischer Haltungen: die Guten verschrรคnken die Arme vor der Brust, die Bรถsen hinter dem Rรผcken โ das scheint die zentrale emotionale Ausdrucksform dieser Serie zu sein. Besonders Rosario Dawsons Ahsoka wirkt dabei, als hรคtte man ihr Mimik und Temperament irgendwo auf Peridea vergessen.
Von Spannung keine Spur. Die Handlung widerspricht sich regelmรครig selbst, Figuren treffen Entscheidungen, die weder psychologisch noch taktisch Sinn ergeben โ und das angeblich brillante Mastermind Thrawn prรคsentiert sich als รผberraschend inkompetenter Stratege in blauer Schminke. Strategisches Genie? Fehlanzeige. Eher: galaktischer Stรผmper.
Ironischerweise wird Ahsoka selbst zur Randfigur in ihrer eigenen Serie โ verdrรคngt von einem Rebels 2.0-Cast, der ihr nicht nur die Screentime stiehlt, sondern auch jede narrative Autoritรคt.
Der Plot ist durchlรถchert wie ein imperialer Kรคse, Logiklรถcher von der Grรถรe des Todessterns inklusive.
Ich vergebe einen Stern โ fรผr Ariana Greenblatt, die als junge Ahsoka wenigstens einen Hauch von dem vermittelt, was die Figur einst ausmachte: Lebendigkeit, Haltung und Persรถnlichkeit.
Der Rest ist Bantha-Futter.