Rezension: Warum โSnow Whiteโ woker Bullshit ist
Disneys kommende Realverfilmung von Snow White sorgt bereits vor ihrer Verรถffentlichung fรผr kontroverse Diskussionen โ und das aus gutem Grund. Der Film scheint weniger eine Neuinterpretation des Klassikers zu sein, sondern vielmehr ein ideologisch aufgeladener Umbau, der wenig mit der ursprรผnglichen Geschichte zu tun hat.
1. Entfernung vom klassischen Mรคrchen
Die ursprรผngliche Geschichte basiert auf Grimms Mรคrchen von Schneewittchen โ einem Klassiker, der seit Jahrhunderten Teil der europรคischen Kultur ist. Doch in der neuen Version wird fast alles, was diesen Klassiker ausmacht, verworfen.
Schneewittchen ist nicht mehr die klassische, zarte Prinzessin, sondern eine selbststรคndige, โstarkeโ Frau, die keinen Prinzen braucht. Wรคhrend starke Frauenfiguren per se nichts Schlechtes sind, stellt sich die Frage, warum Disney ein Mรคrchen verfilmt, nur um dann die Grundzรผge der Handlung zu eliminieren.
Die berรผhmten sieben Zwerge werden durch eine diverse Gruppe von โmagischen Kreaturenโ ersetzt โ eine unnรถtige รnderung, die offensichtlich dazu dient, moderne Diversity-Quoten zu erfรผllen.
2. Fehlbesetzung und politische Agenda
Ein weiterer Punkt der Kritik ist die Besetzung der Hauptrolle. Schneewittchen, traditionell als eine junge Frau mit โHaut so weiร wie Schneeโ beschrieben, wird von Rachel Zegler gespielt โ einer Schauspielerin kolumbianischer Abstammung. Es geht nicht darum, dass sie talentiert ist, sondern dass sie schlichtweg nicht zur klassischen Schneewittchen-Beschreibung passt. Hier stellt sich die Frage, warum Disney nicht einfach ein neues Mรคrchen mit einer lateinamerikanischen Heldin erschafft, anstatt einen bestehenden Charakter zu verรคndern.
Noch problematischer ist Zeglers รถffentliche Haltung zum Film. Sie machte wiederholt abfรคllige Bemerkungen รผber die ursprรผngliche Disney-Version von 1937 und betonte, dass die neue Schneewittchen keine โJungfrau in Nรถtenโ sei, sondern eine Anfรผhrerin. Solche Aussagen zeigen eine Respektlosigkeit gegenรผber der Vorlage und deren Fans.
3. Moralismus statt Magie
Disney-Filme waren einst Mรคrchen, die Jung und Alt verzauberten โ mit zeitlosen Geschichten, die universelle Werte vermittelten. Doch Snow White wirkt mehr wie eine moderne Sozialstudie als ein magisches Mรคrchen.
Der Fokus liegt nicht mehr auf einer emotionalen Geschichte, sondern auf โwichtigen Botschaftenโ.
Romantik, ein zentrales Element vieler Mรคrchen, wird zugunsten einer pseudo-feministischen Agenda gestrichen.
Die klassische Gut-gegen-Bรถse-Geschichte weicht einer plakativen Gesellschaftskritik.
Fazit: Ein Film, den niemand wollte
Disney versucht mit Snow White, eine zeitlose Geschichte in ein modernes Ideologie-Projekt umzumodeln. Das Ergebnis? Ein Film, der seine eigene Vorlage verrรคt, Fans verprellt und erneut zeigt, dass der Konzern lieber auf politische Agenden setzt, anstatt gute Geschichten zu erzรคhlen.
Wer ein echtes Mรคrchen sehen will, sollte lieber zur Originalfassung von 1937 greifen โ oder gleich bei den Gebrรผdern Grimm bleiben.