Endlich fรผllt ein Superman-Film die รผbergroรen Vorgรคnger-Fuรstapfen von Richard Donner und Christopher Reeve aus. Alles drin, alles dabei, auch wenn der Superhund Krypto vielleicht doch ein My over the top ist. Was kommt als nรคchstes โ ein Superhamster? Ansonsten perfekte Unterhaltung, der epische Score von John Williams wird toll eingefรผgt, das Storytelling folgt dem klassischen Verlauf. Einzig die Effekte wirken manchmal etwas gar arg vom Computer errechnet (was sie natรผrlich auch sind).
Die Hauptrolle ist mit David Corenswet top besetzt. Er schafft es, die Ambivalenz der Doppelrolle als braver Clark Kent und praktisch unbesiegbarer Superman gut zu fรผllen โ und eigentlich ist es sogar eine Triplerolle (aber das wรคre gespoilert). Rachel Brosnahan als Lois Lane hat mich nicht so รผberzeugt, da gefiel mir Amy Adams bedeutend besser. Und auch Nicholas Hoult in der Rolle als Bรถsewicht Lex Luthor schafft es schauspielerisch nicht ganz, prominente Vorgรคnger wie Gene Hackman oder Kevin Spacey das Wasser zu reichen.
Ein runder Film, der eigentlich fรผr sich stรผnde. Aber Fortsetzung(en) werden wohl folgen. Money money money halt. So taumelt dann kurz vor Schluss auch noch Supergirl ins Bild und Antipode Luthor stirbt nicht, sondern landet โnurโ im Gefรคngnis. Da werden also schon die Tracks fรผr die nรคchsten Runden gelegt. Vielleicht kรถnnte Frank Grillo fรผr die nรคchsten Auftritte dann doch mal noch was an seiner Frisur machen. Kann ja nicht sein, dass da einer mit der immergleichen Tolle von Nebenrolle zu Nebenrolle torkelt.