Katastrophal schlechte Produktion, vor allem mit Hinblick auf die geniale Romanvorlage. In dieser Verfilmung wurden weltpolitische Themen, moralische Zwickmühlen, komplexe Identitätskonflikte und eine packende Story des Werks Schätzings durch eine plump arrangierte Diashow vermeintlicher Diversität ersetzt.
Im Vordergrund stehen hier nun deshalb einerseits die völlig unkritisch nachgeplapperte Narrative vom Feinbild des 'alten weißen Mannes', der im Gegensatz zum Roman aller protagonistischen Rollen beraubt nun Hauptverantwortlich für den Untergang der Menschheit ist, und andererseits eine grundlos angenommene moralische Überlegenheit aller durch ein vermeintliches Patriachat unterdrückten Minderheiten, die, hätte man sie doch nur gelassen und das Mansplaining vermieden, die Erde in einem besseren Zustand hinterlassen hätten, auch wenn keine Gründe für diese Annahme bestehen oder präsentiert werden.
Das Ergebnis ist ein von pseudopädagogischer Arroganz nur so triefendes Machwerk, das mit einer solch aufdringlichen Ignoranz einen zusammenhangslosen und unterkomplexen Erzählstrang mit möglichst vielen Geschlechtern, Sexualitäten und Ethnien aufzublasen versucht, dass letztlich weder Story, Aussage, Kritik - und eben auch schlicht KEINE Diversität präsentiert werden können, da nun ALLE Protagonisten einer der hier als unbefleckt dargestellten Minderheiten angehören.
Wären hier nicht die hohen Produktionskosten und anmaßenden Aussagen der Federführenden Produzenten, könnte man diese Verfilmung als schlicht lächerlich betiteln. Aufgrund ebendieser Umstände muss man hier jedoch ein Armutszeugnis für die deutsche Filmlandschaft ausgeben, jedenfalls jener die dem Einfluss einschlägiger Leitmedien und unreflektierter und überholter Kulturschaffenden unterliegen.