Vorab: die Story ist etwas verรคndert aber der Kern der Geschichte ist erhalten geblieben.
Nach den ganzen Bewertungen und den groรen Tรถnen von Rachel Ziegler habe ich einen ganz anderen Film erwartet. Schneewittchen ist in diesem Film keine unabhรคngige Heldin. Sie wird nach wie vor von einem Mann gerettet, zwar kein Prinz aber ein Mann. Die Lovestory nimmt immer noch einen groรen Raum ein. Ist allerdings nicht wirklich รผberzeugend, da sie zu schnell und ohne Tiefe aufgebaut ist.
Besonders feministisch finde ich den Film nicht und das muss er sich nicht sein, denn dafรผr kann man sich neue Storylines ausdenken.
Drei Sterne-Abzug bekommt der Film fรผr die wirklich schreckliche Schauspielleistung. Die Szenen wirken platt und schlecht gespielt. Beispiel: Als der Jรคger Schneewittchen tรถten sollte, fragt sie immer wieder sehr selbstbewusst und ohne Angst "Warum?". Als er den Dolch fallen lรคsst, holt sie tief Luft als wรคre ihr die Luft weg geblieben und sie Angst gehabt hรคtte... Der Jรคger verzieht daraufhin immer wieder sehr komisch das Gesicht und ruft ihr nach, sie solle weg rennen. Es gibt immer wieder solche Szenen, die einfach eine schwache Schauspielleistung prรคsentieren.
Alles in allem, ist dieser Film keine besondere Bereicherung fรผr die Filmindustrie und hรคtte nicht abgedreht werden mรผssen. Man kann sich den Film auch sparen.