Ich bin mit Jurassic Park groß geworden. Für mich war das Kino-Magie: Spannung, Atmosphäre, Dinosaurier, die sich wie echte Tiere anfühlten. Und dann kam dieser Film. Ich sage es gleich vorweg: Wenn man jemals wissen wollte, wie es aussieht, wenn ein Studio ALLE Ideen ausgehen und man beschließt, das Publikum trotzdem um zwei Stunden Lebenszeit und ein paar Euro zu erleichtern – bitte, bitteschön, Jurassic World [neuster Teil] ist die Antwort.
Fangen wir beim Anfang an: Eine Snickers-Verpackung legt das Sicherheitssystem lahm. Kein Witz. Ich habe zuerst gedacht, das wäre Satire. Nein, es war ernst gemeint. Offenbar reicht in dieser Filmwelt Müll aus, um Hightech-Anlagen zu zerstören. Da frage ich mich ernsthaft: Wozu Dinos klonen, wenn man die Menschheit auch einfach mit Schokoriegeln auslöschen kann?
Die Schauspieler. Ach Gott, wo soll ich anfangen. Jeder Blick, jede Geste wirkte so, als hätten sie auf dem Parkplatz kurz vor Drehbeginn erst erfahren, dass sie in einem Film mitspielen. Die Emotionen reichten von „leicht genervt“ bis „ich will meinen Paycheck abholen“. Es war wie eine Theateraufführung in der 7. Klasse – nur ohne die Begeisterung der Kinder.
Zur Handlung: Wenn man „Mission auf Insel, ein paar Leute sterben, Happy End“ auf einen Bierdeckel kritzelt, dann hat man im Grunde schon das Drehbuch. Wobei – selbst der Bierdeckel wäre logischer als das, was da auf der Leinwand passiert ist.
Highlight (im negativen Sinne): der T-Rex. Früher: die ultimative Ikone, Gänsehaut, pure Gefahr. Heute: ein unbeholfener Labrador, der sich im Wohnzimmer wälzt und zwischendurch ein Schlauchboot kaut. Das Boot bleibt übrigens ganz. Physik? Logik? Egal. Hauptsache, der Dino hatte seinen Snack.
Und dann diese neuen Dinosaurier… Fliegende Mutationen, die aussahen wie das Ergebnis einer schlechten Pokémon-Fusion. Die sahen nicht gruselig oder bedrohlich aus, sondern einfach nur… billig. Als hätte man im CGI-Team gesagt: „Mach irgendwas, ist egal, Hauptsache Flügel dran.“
Doch die wahre Krönung: der D-Rex. Ja, richtig gelesen, D-Rex. Ich dachte wirklich, ich hätte einen Schlaganfall und halluziniere. Aber nein, der Film hat das ernsthaft eingebaut. Das Wesen sah so aus, als hätte ein gelangweilter Praktikant im Pausenraum drei alte Dino-Actionfiguren zusammengesteckt und gesagt: „Fertig, Boss!“
Am Ende bleibt die Erkenntnis: Ich hätte meine Zeit besser investiert, wenn ich zwei Stunden lang die Waschmaschine beim Schleudern beobachtet hätte. Wenigstens ergibt das Sinn. Dieser Film hingegen war die filmische Version von eingeschlafenen Füßen: unangenehm, nervig und absolut unnötig.
Fazit: Wenn man Jurassic Park liebt, sollte man diesen Film meiden wie ein hungriger Velociraptor eine Weight-Watchers-Konferenz. Das war keine Fortsetzung, das war ein Verbrechen an meiner Kindheit – und das einzige Raubtier, das hier wirklich auf Jagd war, ist Universal Pictures, das erbarmungslos auf mein Portemonnaie losging.