Rezension zur Amazon-Original-Serie Alex Cross
Die Serienadaption von Alex Cross ist leider ein echter Reinfall. Von vorhersehbaren Plots bis hin zu unpassendem Stilbruch – es fehlt an Spannung, Glaubwürdigkeit und Atmosphäre. Wer dennoch reinschaut, sollte unbedingt den HDR-Modus des Fernsehers ausschalten, da die Serie sonst so dunkel wirkt, dass man kaum etwas erkennen kann.
Die Handlung ist komplett vorhersehbar: Jeder “Twist” ist eine Folge vorher schon offensichtlich, und die Spannung wird zusätzlich durch die Vorschau am Ende jeder Episode zerstört. Diese zeigt gleich so viele Details der nächsten Folge, dass man sich fragt, warum man überhaupt weiterschauen sollte.
Auch die Figuren wirken unrealistisch. Die beiden Cops sind so überstylt, cool und makellos, dass es eher wie eine Mode-Show als wie eine düstere Serie über Serienmorde wirkt. Ständig neue Outfits und ein überzogenes Styling lassen einen mehr an Sex and the City als an einen Krimi denken. Besonders Alex Cross enttäuscht mit unlogischem Verhalten. In einer Szene wird zum Beispiel angedeutet, dass ein Täter in seinem Haus war und sogar Kontakt zu seiner Tochter hatte. Statt für Schutz zu sorgen oder sich um seine Kinder zu kümmern, fährt Cross jedoch zu einem Date, kauft noch in Ruhe ein Geschenk – und landet schließlich im Bett. Solch absurde Entscheidungen ziehen die Serie ins Lächerliche.
Fazit: Selten eine Serie gesehen, die so unausgegoren wirkt. Alex Cross scheitert an Spannung, Stil und Logik – und wird weder Fans des Genres noch der Vorlage gerecht. Besser gleich die Finger davon lassen!