„28 Years Later“ ist kein Film, es ist ein filmgewordener Albtraum – aber nicht, weil er spannend wäre, sondern weil man ihn nicht mehr aus dem Kopf bekommt, so schlimm ist er. Ich habe selten erlebt, wie ein Franchise so spektakulär gegen die Wand gefahren wird. Es fühlt sich an, als hätte jemand das Drehbuch in einer Stunde auf einer Serviette gekritzelt, dann verloren, dann aus der Erinnerung rekonstruiert – betrunken.
Die Charaktere? Komplett austauschbar. Die Dialoge? Wahrscheinlich von einer KI aus Restposten anderer Drehbücher zusammengewürfelt. Ich habe schon bessere Dramen in Schulaufführungen gesehen – und die hatten wenigstens Herz. Und warum wurde das Ganze mit Handys gefilmt? Damit es aussieht wie ein apokalyptischer TikTok-Stream?
Jede Minute fühlt sich an wie ein persönlicher Angriff auf mein cineastisches Urteilsvermögen. Ich bin rausgegangen und habe mich gefragt, ob ich aus Versehen die Parodie statt des echten Films gesehen habe. Leider nein. Der Horror liegt nicht in der Geschichte – sondern darin, dass dieser Film überhaupt produziert wurde.
Wenn ich null Sterne geben könnte, würde ich’s tun – aber selbst das fühlt sich noch wie eine Auszeichnung an. Eigentlich müsste man dem Film Strafpunkte geben, einfach dafür, dass er existiert.