Inhaltlich transportiert der Film ein ganze Menge. Eine ganze Menge Reflektion über Glauben. Aber leider wird der Film vom Szenenbild her dem Anspruch nicht gerecht, und die Regieassistenz patzt öfter, so dass der plot unglaubwürdig wird. Aber am schlimmsten ist, dass sister Barnes die soeben unter ihren Augen ermordete sister Paxton links liegen lässt. Im letzten Auftritt widmet sie denn aber der doch noch nicht verstorbenen Paxteon die zuvor vermisste Aufmerksamkeit, nach ihrem Ableben. Schlicht unglaubwürdig. Ebenso wie der Contiunity Fehler, nach dem sich Mr. Reed gerade Blut ins Gesicht schmierte, um nur einen Schnitt später mit blutfreiem Gesicht zu sprechen. Oder auch die phantastische aber komplett unglaubwürdige Entwicklung des Charakters der anfänglich sehr schwachen, unsicheren sister Barnes. So vergisst man leider nie, dass man im Kino sitzt.
Wer bereit ist und auch in der Lage, solche Unglaubwürdigkeiten zu übersehen, kann einen doch recht spannenden Film genießen, der überwiegend gekonnt das Problem des Glaubens seziert, um ihn genüßlich der Bosheit des desillusionierten alten Mannes zu opfern. Mehr noch, der seinen Haß auf den Glauben mit einem noch härteren Glauben bekämpft und sich so selbst ad absurdum führt. Denn die drei Hauptdarsteller sind richtig gut - sehenswert. Schließlich und endlich sind Kamera und Schnitt an diesem Film das Beste. Er ist wirklich was für's Auge. Für mich war's trotzdem nicht wirklich gut.