Obwohl es dieser Film nicht schafft, das Charisma und die unbestrittene Grösse des Dalai Lama vollständig zu pulverisieren, ist er eine einzige ungeheuerliche verpasste Gelegenheit und ein Ärgernis: Ein fast 90 minütiger Sermon, unerträglich banal, plakativ, repetitiv und nicht nur wegen des sehr rudimentären Pidgin-Englisch des Dalai Lama unbefriedigend sondern auch wegen der lieblosen Bildsprache (ausser bei den Nahaufnahmen und dem Lachen des Protagonisten), die uninspiriert und beliebig Wochenschauschnipsel, alte private 8mm-Aufnahmen, durchgekaute Umwelt-Katastrophen-Meme und kitsch-as-kitsch-can-Naturwunder-Clips mischt.
Der Film ist keine Meditation, kein Biopic, keine historische Doku der Tibet-Unterdrückung; von allem ein bisschen und somit nur oberflächlich, angedeutet, banal.
Wenn das das Vermächtnis des Dalai Lamas sein soll, dann kann der Chinesische Machtapparat sich genüsslich die Hände reiben und muss sich nicht einmal die Mühe machen, "Wisdom of Happiness" zu zensieren! Welche Vergeudung, welche verpasste Gelegenheit!