Der Film überfordert sich selbst; Costner versucht in viele kleine Versatzstücke viel zu viel Inhalt zu pressen. Er versucht die komplexe Geschichte Amerikas zu erklären, zB die permanente Widersprüchlichkeit in der Frage, wer hat die Gewaltspirale zw Ureinwohnern und Siedlern in Gang gesetzt; das ständige Auge um Auge, Zahn um Zahn? Dann die Unterdrückung der Frau; am Anfang Missbrauch der Tochter; Gewalt gegen Frauen und Geringschätzigkeit. Dann die ausufernde Brutalität und Abgestumpftheit der Männer; dazwischen ein zartes Pflänzchen der Hoffnung auf Besserung durch den Jungen, der den wehrlosen Indianer in dem Laden nicht erschiesst. Die Liste lässt sich fortsetzen. Alles im allem „to much“. Ja, die Bilder sind zT grandios; die Machart besticht durch Detailtreue und eine reale Kamera, wie in Revenant. Vlt wäre etwas weniger zu sagen in dem Film, mehr gewesen…