Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich heute ins Kino ging. Meine Befürchtung war groß, ein Fiasko zu erleben, bedingt durch gehorsam vorauseilende Scheren in den Köpfen der Produzenten - der Political Correctness wegen.
Doch ich wurde angenehm überrascht.
Es gibt die eine oder andere Szene, in der dieses Thema anklingt, doch dadurch wird der eigentliche Zweck des Films, nämlich unterhaltsam und komödiantisch zu sein, nicht relativiert. Wer eine Wokeness-Orgie à la "Barbie" erwartet oder gar sich erhofft, wird enttäuscht. Gut so! Die meiste Zeit über lässt es sich bei den ausnahmslos hervorragend ausgetüftelten Szenen herrlich schmunzeln, ab und an - etwas zu selten - auch herzlich lachen.
Zwischen Herbig und Tramitz stimmt die Chemie noch immer, wenn nicht sogar mehr denn je, und Jasmin Schwiers ist im Kreis der Protagonisten eine kongeniale Erweiterung.
Die Schluss-Szene ist ganz klar ein Zugeständnis an die Forderungen der Wokeness. Herbig hat es aber hinbekommen, dass sie glaubwürdig, kein bisschen peinlich und sogar ergreifend ist.
Der als Santa Maria wiederauferstandene Sky Dumont hat bekanntlich unlängst seinen Rückzug aus dem Filmgeschäft verkündet. Der Film hinterlässt allerdings einen Hinweis darauf, dass es vielleicht doch noch eine Fortsetzung - mit ihm - geben könnte. Man darf also gespannt sein.