Als großer Fan der Reihe war meine Vorfreude auf „Jurassic World: Die Wiedergeburt“ enorm. Schon der Titel versprach eine Rückkehr zu den Wurzeln, und ich hatte gehofft, wieder dieses besondere Jurassic-Feeling zu erleben: Spannung, Gänsehaut und die Faszination, Dinosaurier in einer halbwegs realistischen Umgebung zu sehen. Leider wurde ich in nahezu jeder Hinsicht enttäuscht.
Der Film bietet zwar vereinzelt ein bis zwei Szenen, die visuell beeindrucken, doch diese kurzen Lichtblicke gehen im Gesamtbild völlig unter. Die Atmosphäre, die in den ersten Jurassic-Park-Filmen noch für Staunen und Nervenkitzel sorgte, kommt hier nie auf. Statt packender Dinosaurier-Momente wird man mit einer Abfolge von Actionszenen konfrontiert, die laut, hektisch und austauschbar wirken.
Besonders problematisch ist die Story. Sie wirkt zerfahren, sprunghaft und ohne klare Richtung. Unterschiedliche Handlungsstränge werden angerissen, aber nie wirklich spannend oder nachvollziehbar entwickelt. Dadurch verlieren die Figuren an Bedeutung, und es entsteht keine emotionale Bindung. Die Charaktere sind einem schlichtweg egal – was schade ist, denn gerade das Zusammenspiel zwischen Menschen und Dinosauriern war immer ein wichtiger Reiz dieser Reihe.
Stilistisch fühlt sich der Film eher wie ein Teil der Fast & Furious-Saga an: übertriebene Action, schnelle Schnitte und massenhaft CGI, aber ohne Seele. Das Ergebnis ist ein überladenes Spektakel, das zwar kurzzeitig unterhält, aber keinerlei Tiefe besitzt und keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.
Am Ende bleibt ein Film, der die hohen Erwartungen nicht im Ansatz erfüllen kann. Statt einer spannenden Wiedergeburt des Jurassic-Universums bekommt man ein Actionfeuerwerk ohne Herz und Atmosphäre. Für Fans wie mich ist das eine herbe Enttäuschung – und sicher nicht die Art von „Wiedergeburt“, die man sich erhofft hatte.