Naja. Falls jemand der Meinung ist, daร der Film groรe รhnlichkeit mit Bram Stoker's Dracula von 1992 hat, hat er vollkommen recht. Die Handlung ist nahezu identisch, bis auf ein paar kleine รnderungen. Zumindest Dracula's bescheuerte Frisur ist im neuen Erguss pardon in der Neuverfilmung noch schlimmer.
Hier fรคllt Elizabeta eben nicht vom Turm runter, sondern wird von einer Armbrust erschossen. Ok und was soll dann dieser Ausflug zu dem Film "Parfรผm - Die Geschichte eines Mรถrders"? Dracula findet das unwiderstehliche Parfรผm der Parfรผms ? So ein Blรถdsinn. Sollte er als Vampir nicht die natรผrliche Gabe der Anziehung haben ? Jedenfalls wirken die Figuren blass und oberflรคchlich, allenfalls Dracula selbst nimmt man die Verzweiflung รผber den Verlust seiner Liebsten ab. Nun und Christoph Waltz ist eben Christoph Waltz, der Christoph Waltz spielt.
Mina/Elizabeta wirkt ebenfalls farblos. Die Besetzung des Films von 1992 war grandios gegenรผber dieser, meines Erachtens รผberflรผssigen, Neuverfilmung.
Und im Grand Finale bequatscht Christoph Waltz Dracula, sich doch mal eben einen Holzpflock ins Herz rammen zu lassen, nachdem er gerade seine Liebste wiedergefunden hat. Ja macht man halt.
Und dazu gibt es noch ein paar animierte Gargoyles. Super.
Fazit: die hundertรถchzte Verfilmung eines Stoffes ohne รberraschung, ohne Tiefgang und mit รผberwiegend lausigen Schauspielern. 2 Punkte fรผr die ganz nette Ausstattung und die einzig witzige Szene, in der Dracula fragt, ob er aus dem Fenster springen soll.