Die Serie begann vielversprechend, doch im weiteren Verlauf schien den Autoren zunehmend die Kreativität auszugehen, um die zahlreichen dramatischen Ereignisse plausibel und schlüssig darzustellen. Häufig werden offensichtliche Aspekte ignoriert, während die Entscheidungen fast aller Figuren kaum mit gesundem Menschenverstand nachzuvollziehen sind.
Die Hauptfigur wirkt stellenweise wie ein Teenager: Sie verliebt sich gefühlt alle drei Wochen unsterblich in jemanden, den sie gerade erst kennengelernt hat – ohne dass dies im Handlungsumfeld jemandem auffällt. Stattdessen werden bis zu drei Episoden darauf verwendet, ihrer letzten „großen Liebe“ nachzutrauern, als hätte eine jahrzehntelange Ehe geendet.
Auch inhaltlich schleichen sich gravierende Inkonsistenzen ein. So ist in einer Folge noch von 43 Pionieren die Rede, doch nachdem rund zehn weitere sterben, zählt die Serie plötzlich wieder fast 50. Solche Widersprüche lassen die Erzählung unaufmerksam und wenig durchdacht wirken.
Besonders die letzten Episoden waren schwer erträglich, da sie zunehmend an Glaubwürdigkeit verloren. Alles wirkte nur noch übermäßig dramatisch und tragisch inszeniert – bis zu dem Punkt, dass man sich unweigerlich fragen muss, wie in dieser Welt überhaupt irgendjemand überleben konnte.