Spannender Beitrag zu dem Dilemma der Medien. Wo beginnt Berichterstattung wo hört sie wegen Moral auf? Was darf Medienberichterstattung. Ein Kampf zwischen was darf gesagt werden und was nicht. Dürfen wir sie "Terroristen" nennen oder Guerilla Krieger? Ist der feine Unterschied nötig, oder nicht? Darf man alles zeigen, weil man die Möglichkeit hat, oder ist es vielleicht genau das, was Täter wollen. Die Wichtigkeit der doppelten Bestätigung von Informationen. Ist es wichtig, auch Terror zu dokumentieren für das Volk?
Kritik hinsichtlich "Da wurden ein paar Sätze gegen Deutsche gesagt" kann ich nicht nachvollziehen. Wir befinden uns in den 70er. Selbstverständlich wird was gegen Deutsche gesagt. Deutschland hat einen Weltkrieg angezettelt UND Jüdinnen und Juden systematisch auslöschen wollen. Die Kritik knapp 30 Jahre danach (und auch heute) an Deutsche ist absolut gerechtfertigt.
Der Aufmerksame Seher wird auch gehört haben, dass ebenso Kritik an Araber und co kamen. Also bitte. Kontext und Zeit ist immer wichtig, bei der Bewertung von Sätzen.
Man sah anhand der gezwungener Maßen "Dolmetscherin", in welchen inneren Dilemma die neue Generation der Deutschen steckte. Die Nachkriegsgeneration, die gerne weitermachen möchte, nicht vergessen, aber weitermachen. Die sich Offenheit und Frieden wünscht, für sich und alle. Dennoch sieht sie den Konflikt welcher eben ist: Wieder sind Jüdinnen und Juden auf deutschen Boden in Gefahr und kommen schlussendlich wieder ums Leben. Die deutschen Behören versagen auf voller Linie beim Versuch der Rettung.
(Das waren übrigens die negativ Kommentare. Wenn man sich das Material ansieht, war es unglaublich stümperhaft. Zeigte aber auch den Konflikt, dass durch den Friedensvertrag DE nicht auf einen Terror im Inneren vorbereitet ist, dadurch das Bundeswehr nicht im Land agieren darf).
Ein Film, der das Dilemma der Zeit, sowohl auf Seiten der Kommunikation als auch des Konflikts in DE zeigt.