Rezension: Herr der Ringe: War of the Rohirrim
Ich habe mich wirklich sehr auf Herr der Ringe: War of the Rohirrim gefreut. Die Aussicht auf einen neuen Film aus Mittelerde, dazu mit einer interessanten Vorgeschichte aus der reichen Welt von Tolkien, ließ mich hoffen, wieder in das epische Universum einzutauchen, das so viele Menschen begeistert hat. Doch trotz der schlechten Kritiken, die mich vorab gewarnt hatten, entschied ich mich, dem Film eine Chance zu geben. Nun bin ich nicht nur enttäuscht, sondern auch maßgeblich von Peter Jackson überrascht und ernüchtert.
Es ist kaum zu glauben, dass er an diesem Projekt beteiligt war. Die Story schafft es nicht, emotional zu berühren oder wirklich mitzureißen. Sie wirkt stellenweise wirr, unlogisch und schlichtweg oberflächlich. Die Charaktere bleiben blass und ohne Tiefe, was besonders enttäuschend ist, wenn man bedenkt, wie lebendig und erinnerungswürdig die Figuren der ursprünglichen Trilogie waren.
Das Anime-Konzept, das im Vorfeld als spannende Neuerung präsentiert wurde, entfaltet leider kaum seine Potenziale. Statt beeindruckender Schlachten und großer, dynamischer Armeen wirkt alles steril und künstlich. Die Animationsästhetik bleibt weit hinter den Erwartungen zurück, und anstatt das Universum zu bereichern, fühlt es sich gezwungen und unecht an.
Ich habe das Gefühl, Peter Jackson wollte Amazon zeigen, wie man einen besseren Herr der Ringe-Film machen kann – und das mit einer Frau als Hauptfigur. Doch dieser Ansatz scheitert auf ganzer Linie. Die Handlung wirkt erzwungen und ohne natürliche Entwicklung. Selbst das Ende enttäuscht zutiefst. Es fehlt an einem emotionalen Höhepunkt oder einer mitreißenden Botschaft, die Tolkien-Werke so einzigartig machen.
War of the Rohirrim ist ein Film, der trotz seines Titels und seiner großen Namen fast leer wirkt. Die Magie, die man mit Mittelerde verbindet, fehlt. Das ist nicht nur schade, sondern auch frustrierend. Ein Film, den ich mir sicher nicht noch einmal ansehen werde.