Ganz klar, man muss sich auf eine abweichende Darstellung der Akteure und der Geschichte einlassen (wollen). Die etwas abgewandelte Story (urspr. tötet Hagen und nicht Gunter den Siegried) ist aber nicht all zu störend. Und wer den heroenhaften Sigfried erwartet, ist hier fehl am Platz. Im Gegenteil, die Rollen sind gleichwohl vertauscht. Hagen als loyaler und tapferer Gefolgsmann, hingegen Siegfried scheinbar ohne moralische Werte, eher ein Lebemann. Klar, die beiden Hauptakteure hätten noch mehr Feinschliff erfahren dürfen. Auch die beiden weiblichen Hauptpersonen Krimhild und Brunhild, hätten noch mehr Schärfe verdient, den die beiden Darstellerinnen sind sehr gut gewählt. Auch die gesamte Darstellung der Schlachten und Ereignisse sind wahrscheinlich für Hollywood Maßstäbe eher dezent, was dem Film aber gut tut. Für mich eine sehr gute deutsche Verfilmung, mit einer etwas abgewandelten, aber guten Umsetzung.