Ich kann den schlechten Rezessionen nichts abgewinnen und das als Kenner der alten Filme und Remakes.
TCM ist ein Slasher/Splatter Franchise, bei dem man keine große filmische Tiefe erwarten sollte.
Er reiht sich in der Reihe anderer Filme in dieser Kategorie ein, von Halloween über Freitag der 13, bis Nightmare on Elmstreet.
Ich persönlich finde es nicht unabwegig, dass er zeitweise in einem Waisenhaus untergebracht war, da man im nachfolge Streifen von Michael Bays Remake „Texas Chainsaw Massacre – The beginning“ sehen konnte wie Leatherface als Säugling ausgesetzt worden ist nach der Geburt.
Später sah man die vermeintliche Frau Hewitt, wie sie das Kind aus dem Mülleimer nahm.
Ob sie es wirklich mit nach Hause nahm, oder es zeitweise im örtlichen Kinderheim verblieb, bis die Familie Hewitt es adoptierte, wissen wir nicht zu 100%
Die Menschen in dem Ort kannten sich sehr gut untereinander, weswegen sie fremden gegenüber auch sehr misstrauisch waren/sind.
Ich halte es für eine mögliche Option, das der Hewitt Sohn/alias Leatherface nachdem unfreiwilligen ableben seiner Familie, zurück zu seiner ersten Ziehmutter gegangen ist, da sie auch in der Nähe lebte und die Hewitts wahrscheinlich persönlich kannte. Wahrscheinlich half ihm das auch vor der Polizei unterzutauchen. Es kommt ganz darauf an, wie man die Timeline der Filme interpretiert.
Die Story an sich finde ich eigentlich sehr gut und trifft mich als von Verdrängung Betroffener tatsächlich Emotional. Der Film greift alle aktuellen Themen von Verdrängung (Gentrifizierung), Klimawandel, Amokläufe, Rassismus, Wokeness und Social Media auf und verbindet es mit dem Kettensägen schwingenden Monster, das wir alle kennen und lieben.
Es ist ein persönlicher Rachefeldzug gegen die Woken Neoliberalen Millenials, der mehr als geglückt ist und in mir tatsächlich Triumph Gefühle ausgelöst hat.
Diese Figuren werden absichtlich als unsympathisch dargestellt, da sie das schlechteste Symbolisieren, was die moderne Gesellschaft reproduziert hat.
Die einzige sympathische Protagonistin ist die überlebende des Schulamoklaufes und der texanische Mechaniker. Sie sind würde ich sagen repräsentativ für die normalen Zuschauer und den durchschnittlichen Amerikaner.
Auch das Leatherface hier übernatürliche Überlebenskräfte und eine unmenschliche Kraft bekommen hat, vergleichbar mit Michael Meyers oder Jason, ist ein Schritt Richtung Unsterblich machen des berühmten Film Monsters. Das mag Traditionalisten der alten Filme zwar übel aufstoßen, aber ich finde es war längst überfällig.
Alles in allem ein sehenswerter Film, besonders wenn unter der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Lage leidet, ist dieser Film sehr befreiend.