Gefesselt von "Die Brücke" war ich auf der Suche nach etwas halbwegs vergleichbarem. Nun muss man eingestehen, dass deutsche Serien sowieso keinen guten Stand haben und ich selbst auch eben solche noch nie gesehen habe. Wollte "Der Pass" aber die Chance geben mich vom Gegenteil zu überzeugen auf Grund der fast ausschließlich guten Bewertungen.
Fazit: Zwiegespalten von Spannung/ Inhalt/ Umsetzung/ Szenenbild gegenüber der Rollenverteilung bzw. auch dem Inhalt der Rolle, bemühe ich mich ausschließlich wegen ersterem und dem Gesamtpaket die 2. und 3. Staffel auch noch zu schauen. Achtung Spoiler: Als die Stocker (Julia Jentsch) anfangs in der 2. Staffel beurlaubt wurde, war ich schon fast euphorisch, dass sie hoffentlich weg bleibt. Sie als Hauptrolle sollte die Serie am meisten tragen, das kann ich leider absolut nicht bestätigen, nachdem ich die erste Staffel beendet hatte.
Mich nervt sie einfach nur, hat irgendwie nichts markantes, keine Aura oder Ausstrahlung und dieses ständige Geplärre, Geheule und depressive Verhalten in zu vielen Szenen, stehen für mich nicht im Einklang mit der Rolle als angeblich so erfahrene, kompetente und emotional gesicherte Kommissarin.
Der N. Ofczarek, den ich zwar zugeben öfter mal Mühe habe zu verstehen und auch befürchtet hatte, dass die Serie rein Dialekt technisch für mich scheitern würde, reißt hingegen alles raus und hat im Prinzip dafür gesorgt, dass ich am Ball bleibe, weil ich keine halben Sachen mag.
Sicherlich gut gemeint und irgendwie auch gut umgesetzt....aber sicherlich nicht vergleichbar mit dem Kult Status von "Die Brücke", denn dort tragen die Hauptrollen zum wesentlichen der grandiosen Inszenierung bei.