(enthält Spoiler)
Eine Serie, die unbedingt politisch korrekt sein will - mit einer Story voller Logik-Fehler, erzählerischer Längen und damit beim allerbesten Willen nur 1 Stern.
Wie kann man eine so gute Grundidee dermassen versemmeln?
Hätte ich Haare, müsste ich mir sie raufen!
Wer sich das wirklich antun will, der möge folgende Fragen von vornherein ausklammern: Wieso schaltet niemand die Maschine aus? Warum ruft keiner die Polizei?
Wieso schlägt man nicht die Scheibe ein?
Wenn Sie eine Maschine ausschalten, und die selbe Maschine schaltet sich selbstständig wieder ein, warum kommt ihnen das nicht merkwürdig vor??
Und wieso bläht man den Inhalt auf 6 Mini-Folgen, anstatt ihn in 90 Minuten zu verpacken?
Man hätte es schon in der ersten Szene bemerken müssen: ein Auto mit Hamburger Kennzeichen, in dem eine farbige Familie sitzt. Zu viel des Guten.
Und spätestens nach Folge 1 ist klar: hier werden alle Stereotypen bedient:
Die Mutter, die das Haus für den Neu-Anfang für die Familie besorgt hat - und ein Atelier im eigenen Haus betreiben will. Psychisch instabil, gewalttätig.
Deren Schwester, die ihre Psychopharmaka nicht nimmt und ihre Nichte mit einem Messer attackiert.
Der Vater, der - wie seine Kinder - von verschiedenen Nationalitäten kommt, und von Beruf - ausgerechnet - Buchautor ist.
Der Sohn, der natürlich schwul sein muss, das muss wohl so ausführlich gezeigt werden. Wahrscheinlich soll das glaubwürdig wirken. Tut es aber nicht.
Die Tochter, die unbedingt die Talent-Show gewinnen will. Und gar nicht singen kann.
Und dann der „Roboter“ Cassandra: technisch witzig in Szene gesetzt. Fürsorglich, verlogen, falsch, zickig. Wäre ich Frauenrechtlerin würde ich im Dreieck springen.
Und ja, am Schluss verteidigt der Vater Cassandra, weil sie mit ihm geflirtet hat.
Wenn Homosexualität zum Klischee wird, dann läuft was verkehrt.
Dass der schwule Sohn auch noch eine Band hat, die über die Zukunft und Homosexuelle singt, gegen Rechtsextreme und über die Klimakrise, wirkt dann definitiv zu sehr „gewollt“.
Und das die Mutter in der Vergangenheit unheilbar an Krebs erkrankt - nach einer Überdosis Ultraschall (!) - ist ungefähr genau so logisch wie das, was kommen muss: der betrügende Ehemann stellt sein Auto genau vor dem Haus seiner Geliebten ab. Und wird von seiner Ehefrau erwischt.
Schlecht erzählt, langatmig, ein Logikfehler nach dem anderen. Dialoge an der Grenze zur Banalität. „Du warst so ein süsses Kind, weisst Du noch?“
Schade um die Zeit!