Dieser Roman von Nino Haratischwilli hat mich berührt und gefesselt. Anders als in "Das achte Leben" hat die Autorin diesmal nicht chronologisch erzählt, sondern die Rahmenhandlung, nämlich die Fotoausstellung einer ihrer besten Freundinnen in Brüssel zum Anlass genommen, episodenhaft die Beziehung unter 4 Freundinnen zu schildern, die die dramatischen, politischen Umbrüche in Georgien um die1990-er Jahre als Jugendliche erleben. Ihre Darstellungen sind wieder detailreich, ihre Situations- und Personenbeschreibungen aber nicht mehr so ausufernd wie in den beiden vorigen Romanen, was das Lesen, trotz der Länge des Buches auf jeden Fall kurzweiliger macht. Im Gegensatz zu "Die Katze und der General" empfinde ich den Stil lebendiger und warmherziger.