Dieses "Projekt" hat etwas ganz wunderbares erreicht. Es wurde der Blick gewährt, wie unsere alten Menschen ihren letzten Lebensabend verbringen. Es hat uns an unterschiedliche Prozesse, mutigen und puren Gedankengängen mitgenommen, dabei wurden auch Selbstzweifel aufgezeigt. Die Angst der Bewohner, die Zweifel der Caritas MA und auch die Verantwortungssorge von Mälzer und Dietz, was sie wohlmöglich ins Rollen gebracht haben. Zwei Gruppen durften sich begegnen, die von der Gesellschaft quasi auf das Abstellgleis gestellt wurden, vermutlich weil sie leise es nicht anders gewohnt waren. Die Lebendigkeit und die Freude zu beobachten, wie man sich gegenseitig Geduld und Nähe geschenkt hat, war zutiefst berührend. Selbstverständlich wurde der Blick auf das unfassbare und unermüdliche Kümmern der Caritas MA zu jeder Minute zu Recht gewürdigt und so geschätzt, dass genau dieses "Projekt" ihnen zu Aufmerksamkeit hat verhelfen wollen. Genau darum ging es. All diese wunderbaren Menschen verdienen Aufmerksamkeit und Unterstützung. Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass (sollte ich im späten Alter einen Pflegeplatz benötigen) mich all diese Menschen auf meinem letzten Weg begleiten. Die Liebe und die Wärme, das Umsorgen (nicht versorgen), das Innehalten, das Wertschätzen, das Berühren, die Gespräche und aber auch der Blick zurück ist ein so schöner Ausblick auf das letzte Zuhause...Diese Sendung hat mir Hoffnung geschenkt.