Spannend von der ersten bis zur letzten Seite.
Ein begeisterndes Buch. Stefan Schomann spürt dem Urwildpferd mit anmutiger Sprache, enzyklopädischer Bildung, grossartiger Recherche, feinem Humor und tiefer Humanität nach. Souverän verknüpft sein fesselnder Reisebericht Artenschutz, Geschichte und die Kulturgeschichte von Pferden und Steppenvölkern zu einem unwiderstehlichen Epos, einem Roadmovie über das Aussterben und Gerettetwerden. Sein ebenso unterhaltsames wie berührendes Porträt der Urwildpferde verbindet deren dramatisches Schicksal mit dem globalen Artensterben als Folge menschlicher Rücksichtslosigkeit. Und er macht Hoffnung, dass es noch nicht zu spät ist. Das Urwildpferd oder Takhi schien infolge gnadenloser Verfolgung todgeweiht. Nur in letzter Sekunde konnte es vor dem unwiederbringlichen Erlöschen gerettet werden. Doch das bedurfte des entschlossenen Einsatzes visionärer Personen und eines letzten Aufbäumens der schon fast verlorenen Art. Schomann erzählt eine ebenso wahre wie aberwitzige Geschichte voller Volten und Paradoxien. Und er erinnert uns sacht daran, dass wir viele andere einmalige Lebensformen bereits verloren haben. Zahllose weitere sind heute gefährdet bis kritisch bedroht. Schomann zeigt am Beispiel der Takhi eindringlich, was auf dem Spiel steht. Unbedingt lesen!