Dieses Buch trifft offenbar den Nerv einer Self-Care-Generation, die sich gerade intensiv mit Selbstliebe und innerer Heilung beschäftigt. Doch genau deshalb breiten sich manche dieser Glaubenssätze wie ein feiner Ölfilm aus – leise, aber wirksam. Und das, obwohl sie inhaltlich mehr verunsichern als stärken!
Ich habe selten ein Buch gelesen, das mich emotional so runtergezogen hat. Die Sprache und Bilder“ werden unerträglich und mantraartig eingesetzt. Ruiz spricht zum Beispiel von „Parasiten in der Seele“ „Hölle“ „Gift“ oder zeichnet ein Bild von der Mehrheit an vorhandenen Beziehungen, das nur hoffnungslos ist. Auf den ersten Blick klingt vieles erstmal sinnvoll – Verletzungen erkennen, aus dem Angstmodus raus, in die „magische Küche“ greifen. Soll wohl Selbstliebe sein.
Viele Glaubenssätze im Buch wirken aber meiner Meinung nach dogmatisch, generalisierend und moralisierend – was in der Summe eine stark manipulative Wirkung hat. voller Schubladendenken in schwarz und weiß.
Nicht empfohlen für Menschen, die an zwischenmenschliches und gemeinsames Wachstum glauben, an Resilienz in Beziehungen – oder schlicht nach ehrlicher, respektvoller Verbindung streben.