Ich bin kürzlich mit hohen Erwartungen in Tron: Ares gegangen — nach Tron: Legacy hatte ich gehofft, dass der Film die Geschichte weiterführt, die Welt vertieft und uns erneut in das faszinierende Universum der Programme entführt. Leider wurde ich enttäuscht.
Was funktioniert:
– Die optische Gestaltung ist oft beeindruckend — Lichtakzente, Farbschemen, große Setpieces haben ihren Glanz.
– Die Musik von Nine Inch Nails bringt ein modernes Klangbild.
– Einige Szenen, etwa Lichtmotorrad-Jagden oder Ausflüge ins alte Grid, erzeugen nostalgische Momente.
Was enttäuscht:
– Es wird kaum erklärt, was aus Flynn, Sam oder Quorra geworden ist — alle Bezüge bleiben vage.
– Viele Programm-Elemente, Spiele, die digitale Tiefe — sie fehlen oder sind nur oberflächlich angedeutet.
– Die Handlung fühlt sich generisch an: Krieg zwischen Tech-Firmen, eine künstliche Intelligenz in unserer Welt — ohne echten emotionalen Kern.
– Die Figuren bleiben blass, ihre Motivationen kaum nachvollziehbar.
– Für einen Kinoeintritt ist der Eindruck zu wenig: Ich hatte das Gefühl, zwei Stunden lang auf Effekte statt echte Story gesetzt zu werden.
Fazit: Tron: Ares kann visuell und musikalisch Momente bieten, aber er reicht nicht an Tron: Legacy heran, weder was Stimmung noch Erzählkraft betrifft.
Für Fans von Tron: Legacy ist der Film eher eine Enttäuschung — besser abwarten, bis er gestreamt wird.