Ich fand die Serie keines Wegs schlecht, aber einige Aspekte haben sie nicht gut umgesetzt:
1. Die VIPs - sie haben keinen Mehrwert und sind total überspitzt und eindimensional dargestellt. Das war selbst in der 1. Staffel interessanter gestaltet, als ein VIP noch mit einem vermeintlichen Angestellten auf dem Zimmer verschwinden wollte. Auch ganz realistisch betrschtet, wäre es doch möglich, dass ein VIP z.B. Sympathien für die letzten beiden Überlebenden entwickelt oder auf andere Art aktiv eingreifen will. Die Wortwechsel der VIPs waren durchweg hochgradig cringe.
2. Auch die "böse Cilque", die sich gegen Ende formiert, die Mitstreiter erbamungslos tötet und das Preisgeld in die Höhe treibt, ist unglaubwürdig. Die Dämlichkeit und Scheinheiligkeit aber auch die Unbeschwertheit angesichts der eigenen Lebensgefahr sind total überzeichnet.
Ein anderer User hat hier geschrieben, dass Squid Game zu Beginn davon gelebt hat, dass dort ganz normale Menschen in eine außergewöhnliche Situation geraten. Diese Greifbarkeit und diese emotionale Verbindung geht verloren - nicht zuletzt bei unserem Helden, der resigniert ist und weiterhin mit dem Dilemma kämpft, aufgrund seiner ethischen Einstellung niemanden direkt töten zu wollen, dies aber regelmäßig machen zu, um größeres Leid zu vermeiden.