Ryan Murphys Serie über die Menendez-Brüder enttäuscht, indem sie die beiden Brüder größtenteils als schuldig darstellt, ohne die komplexen psychologischen und emotionalen Aspekte ihres Falls gebührend zu berücksichtigen. Der echte Prozess beruhte auf dem Argument, dass die Brüder Opfer jahrelangen Missbrauchs durch ihre Eltern waren. Die Serie verzerrt diese Darstellung und fokussiert sich stattdessen auf die Schuld der Brüder, was das dramatische Potenzial auf Kosten der Wahrheit ausspielt. Wichtige Details des Gerichtsverfahrens und der psychologischen Belastungen werden simplifiziert oder falsch wiedergegeben, was das Bild der tatsächlichen Ereignisse verzerrt und die Tiefe der Geschichte verliert. Diese Entscheidung, die Brüder als klare Täter zu präsentieren, verpasst die Chance, eine nuancierte, respektvolle Geschichte zu erzählen.