Beängstigend. Leni Riefenstahl hätte ebenso Regie führen können.
Sehr gut gemachter Thriller der an sich tolle Schauspielleistungen bietet, jedoch mit einer für mich unerträglichen emotionalen Note daherkommt. Hier wird Amerika als eine Art Militärdiktatur dargestellt. Der Bösewicht: Sean Penn (sehr eindringlich gespielt) als klar definierter Nazi jagt eine Gruppe von Linken Antifaschisten.
Was mich dann direkt geärgert hat: Der Film ist sehr gut gemacht und erzeugt eine emotionale Wirkung. Leider in eine beinahe schon propagandistische Richtung. Wer den Film nicht zumindest als Gutheißung von Gewalt gegen "Faschisten" sieht, hat denk ich die Kernaussage nicht verstanden. Und das ist gerade in so politisch heiklen Zeiten (Anschlag auf Trump oder Kirk) kein hilfreicher Beitrag.
Noch als sehr störend empfand ich die Darstellung der Migration. An der Grenze zu Mexiko wirkt die Mauer wie ein Gefängnis. Kinder werden in Käfigen gehalten, während linke Aktivisten als Schleuser und Befreier agieren. Das Schleuser meist im Hintergrund agierende Banden und Kriminielle sind wird komplett weggelassen. Wäre ja weniger heroisch.
Das Feindbild ganz klar: Weiße. Männer. Abtreibungsgegner. Rassisten. Gereglelte Migration. Der Staat.
Das Schlimme daran: Es verstärkt einfach das Bild Links gegen Rechts. Schwarzweiß Malerei auf einem so hohem Niveau, dass ich nicht weiß was der Film alles auslösen könnte.
Und trotzdem find ich den Film stark inszeniert. Toll gespielt. Mir fehlt bei so einem hochwertigem Kunstwerk die ehrliche Darstellung von BEIDEN Seiten. Konservative sind nicht per se Rassisten, Nazis oder eben das wofür Sean Penn steht. Und Linke sind nicht immer einfach nur Rebellen, die mal versehentlich jemanden erschießen und dann in den Untergrund abtauchen um sich selbst vor den Bösen Rechten zu schützen.
Fazit:
Astreiner Propagandafilm der Linke Idelogie als Heldenhaft und Rechte Ideologie als das Böse darstellt.