Ich bin in der 1. Hälfte des Films. Die Frage, sind Menschen die keine Kinder kriegen, selber noch Kinder ist in diesem Fall berechtigt. In aktuellen Filmen werden angeblich emanzipierte Frauen öfter ähnlich infantil dargestellt. Mia entscheidet sich aus dem Nichts, jetzt und sofort ein Kind haben zu wollen, erträgt aber den Lärm von Emils Kindern nicht. Sie ist aggressiv, lässt ihren Frust ungefiltert an ihm und dem Spitalpersonal aus, besäuft sich, knutscht einen fremden Typen. Wie will sie da ein Baby aufziehen, gleichzeitig als Schriftstellerin arbeiten und für ihre neue Familie da sein? Es scheint Mia in erster Linie um Mia und ihre eigenen Unsucherheiten und Leiden zu gehen. Sie blafft zwar den Arzt an, er würde nie mit Emil reden. Sie kümmert sich aber genauso wenig um die Gefühle ihres Partners, plaudert im Freundeskreis über seine Spermienzahl. Ich hoffe, der Film wird in der zweiten Hälfte noch etwas besser. Der Konflikt zweier Frauen, von denen eine schwanger sein möchte, die andere nicht (wieder), hätte Potential für eine echte Auseinandersetzung.