Ich schließe mich den Meinungen anderer an: Die Bewertung von Serien ist eine sehr subjektive Angelegenheit. Meine Meinung zu dieser Serie könnte sich ändern, wenn ich mehr Erfahrung mit K-Dramen hätte, daher muss sich niemand von meiner Einschätzung beeinflussen lassen. Normalerweise bewerte ich Filme und Serien detailliert auf einer Skala von 1 bis 10. Obwohl ich grundsätzlich fair bleibe, war diese Serie für mich leider eine klare 2 von 10. Da das Bewertungssystem hier nur 5 Sterne erlaubt, entspricht das einem Stern.
Positiv hervorzuheben sind der Anfang, die interessante Grundidee mit dem gesperrten Raum, der Kampf ums Geld und die Hintergrundgeschichten der Charaktere. Es gefiel mir auch, dass man durch Ermittlungen und Gespräche immer mehr über die Figuren erfährt und sich die Handlung am Ende schlüssig zusammenfügt. Die zentrale Botschaft, dass Geld Menschen verändern kann, fand ich ebenfalls gelungen.
Trotzdem empfand ich die Serie insgesamt als uninspiriert und stellenweise langweilig. Einige Elemente wirkten stark von “Squid Game” inspiriert, wie z. B. die Nummernvergabe und die verschuldeten Teilnehmer. Auch wenn es keine Kopie ist, lässt sich die Ähnlichkeit nicht leugnen. Einfallsreiche Abwandlungen sind in der Kunst wichtig, und Inspirationen sind legitim, solange sie nicht zu plagiatsähnlichen Werken führen. Dennoch bleibt “Squid Game” in Sachen Spannung und Originalität unerreicht.
Einige Szenen waren zu brutal, andere einfach seltsam. Beispielsweise hat die Diva kurzfristig die Macht über alle, später dreht sich die Situation mehrmals, was den Handlungsfluss störte. Unlogisch fand ich auch, dass die Teilnehmer ihre Lebenszeit durch bizarre Aktionen verlängern konnten, anstatt durch kreative oder humorvolle Beiträge. Ab dem Punkt, an dem es nur noch darum ging, Zeit zu gewinnen, verlor die Serie an Reiz.
Fazit: Diese Serie hatte einige gute Ansätze, konnte mich jedoch nicht überzeugen. Wer etwas Ähnliches wie “Squid Game” erwartet, wird vermutlich enttäuscht sein.