Dieser Film ist nichts für Menschen, die ihre Gehirnzellen nicht benutzen können. Kein Wunder, dass hier einige den Sinn dahinter nicht verstanden haben.
Einerseits ist das Anspielen auf die gesellschaftlichen Missstände zutiefst gelungen. Auch wie schwarze Hautfarbe mit Kriminalität assoziiert wird, wird im Film sensationell dargestellt. Auch, dass der Cast überwiegend schwarz ist, finde ich eine tolle Entscheidung seitens der Produktion.
Abgesehen davon spielt der Film auf so viele andere höchst aktuelle Formen des Lebens an. Alleinerziehende Mutter, die scheinbar von den Männern in ihrem Leben immer wieder enttäuscht und verletzt wurde. Die, die einen auffangen werden, sind immer Frauen. Arbeit, die nicht gerecht bezahlt wird, Medikamente die zu teuer sind, ein Gesundheitssystem, das nicht funktioniert, Mieten, die nicht bezahlt werden können, und und und..
Dann ist da noch der psychologische Aspekt. Irgendwann stellt man sich die Frage: "hätte ich so viel anders reagiert?" da man die Frustration unglaublich gut nachvollziehen kann. Wann gibt es diesen "snapped" Moment und wären wir wirklich moralisch überlegener in solchen Momenten?
Der Film ist unfassbar gut, wenn man Lust hat zu reflektieren und einen tieferen Einblick in die Lebensrealitäten vieler Menschen machen möchte. Für alle, die das nicht nachvollziehen können, tuts mir sehr leid.
Absolute Empfehlung! Seit langem mal wieder ein Film auf Netflix, den ich nicht beim Kochen nebenbei aufgedreht habe.