Manchmal kündigen Filme mehr an, als sie halten können. Und manchmal kündigt Tom Cruise persönlich in einer dramatischen Minute VOR dem Film an, dass jetzt das „Krasseste aller Zeiten“ komme. Ein atemberaubendes Action-Spektakel. Eine cineastische Grenzerfahrung. Tja – und dann kommt… nichts.
Statt explosiver Stunts, Hochgeschwindigkeitsverfolgungen oder halsbrecherischer Klettereien, bekommen wir Dialoge. LANGE Dialoge. Mit ellenlangen Pausen. Ein ganzer Akt besteht gefühlt aus Ethan Hunt, wie er nachdenklich auf eine Tasse lauwarmen Tee starrt. Der einzig nennenswerte „Stunt“ ist gen Ende, als man schon nach zweieinhalb sich wach haltenden Stunden noch so eben einmal Action miterleben darf.
Die Musik baut Spannung auf – für nichts.
Tom Cruise: Der Ankündigungs-Weltmeister
Tom Cruise hat die Vorschusslorbeeren mit seinem persönlichen Intro selbst gesät – „Ihr werdet gleich etwas erleben, das es so noch nie gegeben hat.“ Er hatte recht. Denn ein Mission: Impossible, in dem buchstäblich nichts passiert, hat es tatsächlich noch nie gegeben.
Fazit:
Wer diesen Film sieht, erlebt die wahre Unmöglichkeit: Aus einem Action-Franchise einen filmischen Beruhigungstee zu machen. 2 von 10 Punkten – einen Punkt für Tom Cruises Ankündigung, einen für die schöne Tischlampe im Hintergrund einer Szene. Alles andere: absolut verfehlt.