Eine sehr gute Serie, die eine düstere und sehr tragische Geschichte präsentiert. Der Jungschauspieler ist großartig, und alle anderen bringen eine sehr gute Leistung. Vor allem, wenn man bedenkt, dass jede Folge eine Echtzeit-Aufnahme ist, ohne Schnitte.
Die erste Folge zeigt die Verhaftung des Jugendlichen und was mit ihm im Polizeirevier passiert, die zweite spielt sich in der Schule ab. Die dritte Folge ist eine emotionale Achterbahnfahrt, das Gespräch zwischen dem Jungen und seiner Psychologin (einfach Wahnsinn!) Die vierte Folge zeigt ein Tag (50. Geburtstag des Vaters) über ein Jahr später und wie die Familie ihr Überlebenskampf meistert.
Allerdings werden Zuschauer, die den Begriff Incel nicht kennen, Schwierigkeiten haben, die Handlung zu verstehen. Diejenigen, die hier mehr Action erwarten, werden enttäuscht. Die Serie ist ein Psychogramm, gruselig und herzzerreißend zugleich. Die innere Zerrissenheit der Eltern, die Zustände in der Schule, die latent überall vorhandene Mobbing und Bashing (zwischen Kindern aber auch zwischen Erwachsenen), der Einfluss sozialer Medien - all das nimmt einen mit und geht sehr unter die Haut.
Ungewöhnlich gemacht, mit sehr emotionalem Thema, sehr empfehlenswert!