Dieser „Horrorfilm“ reiht sich in die Kategorie jener „Eat-the-Rich“-Filme ein, die in genretypische Klischees gefangen bleiben. Die schauspielerischen Leistungen waren relativ passabel, doch die konnten leider die vielen Unzulänglichkeiten des Drehbuchs nicht kompensieren.
Der Versuch, eine gesellschafts- und kapitalimuskritische Botschaft zu entwickeln, scheitert unter anderem an den schwach gezeichneten Figuren und uninspirierten/peinlichen Dialogen. In diesem Film werden Angehörige der Arbeiterklasse nämlich als intrigante, bösartige, vergnügungssüchtige, manipulative „Parasiten“ dargestellt, die nur ihren niederen Trieben folgen können. Die kapitalismuskritisch intendierten Metaphern laufen somit ins Leere. Mir fehlten subtile Referenzen und qualitativ hochwertige und logische nachvollziehbare Dialoge und/oder Handlungswendungen.
Kaptialismuskritische Filme, wie Oscargewinner „Parasite“, überzeugten mit klaren Botschaften und intelligenten Metaphern. „Delicious“ enttäuscht hingegen leider.
Die Tochter hätte man beispielsweise aus dem Drehbuch streichen können, denn ihre Storyline hat mir persönlich nichts geboten.
Im Großen und Ganzen kann ich dem Film nichts abgewinnen. Schade!