Mit Verlaub : Schlechte Aufbereitung eines sicherlich schon überstrapazierten Genres, aber durch viel zu viele oppulente und plumpe Blut- und Grausamkeitsszenen noch unnötig weiter verstümmelter Film. Keine feine und bei dem Stoff durchaus erforderliche halbwegs intelligente Psychologie. Nein...mit unnötigen und lächerlich einfältigen Dialogen (vor allem Willem Dafoe) ein auch noch skalpiertes Thema, das durch die brutalen Bilder und dem tja... eigentlich lächerlich aussehenden Vampir die dem eigentlichen Inhalt immanente Feinheit außer Acht lässt.
Sorry , aber US-Amerikaner können solche Filme einfach nicht. Und immer wieder probieren sie es.
Er kommt nicht annähernd an die sensible Kunst eines Murnau und auch Herzog ran.
Die Erkenntnis daraus ist aber auch: Kann man Menschen, vor allem jüngere, nicht mehr mit feinsinniger, psychologisch-analytisch anspruchsvoller Filmkunst und daraus resultierem Kopfkino begeistern , sondern nur noch mit dumpfer und zu üppiger Bildstaffage, gepaart mit bis zum Exzess gesteigerter und eigentlich sinnloser und leerer Brutalität ?
Doch, ich glaube das schon.
Robert Eggers jedoch nicht. Seine persönliche Obsession zu dem Thema endet in einem (sorry) bemitleidenswerten Werk mit einer fast kindisch-naiv anmutenden Bilderfolge. Die braven und zum Teil durchaus sehenswerten Kameraeinstellungen und der Schnitt können dies jedoch auch nicht mehr annähernd kompensieren. Die ansprechende Darstellerin der Ellen Hutter verliert sich auch in einer pseudoerotischen und irgendwie nicht nachzuvollziehenden Verstrickung von Realität, Trauma und psychischer Störung.
Aber was solls.......
Lassen wir den Untoten doch in diesem Fall lieber bei den Toten.