Nach dem Film bleibt ein schaler Nachgeschmack beim Betrachter – die ständige Gratwanderung zwischen "handfestem" Krimi und Parodie, die unzähligen Klischees, die bedient wurden, unglaublich schlecht nachgeahmte Dialekte der Schauspieler und eine äußerst nachlässige Recherche bei typisch norddeutschen Eigenheiten sowie die Behauptung, das Handewitt (Kreis Flensburg und damit FL) an der Nordsee liegt und im Film nur Fahrzeuge mit NF-Kennzeichen zu sehen sind, wurden damit getoppt, dass der (Dienst-?)Wagen der BKA-Ermittlerin in Hamburg (anderes Bundesland!) zugelassen war und die Rechtsmedizin nicht in Kiel, sondern in Flensburg verortet war. Bei aller Toleranz – wenn Polizeiarbeit dargestellt wird und das Ganze unter dem Etikett "Krimi" funktionieren soll, wünscht man sich eine realistischere Darstellung zahlreicher hier vernachlässigter Details. Vom ständigen Wechsel des Dienstgrades beim "Dorfpolizisten", der hier mit überraschenden Kompetenzen ausgestattet war, ganz abgesehen. Erschwerend langweilten die einstudiert wirkenden und mitunter hölzern vorgetragenen Dialoge der Hauptdarsteller. Schade, denn das Thema hätte bei anderer Aufbereitung viel mehr Potenzial gehabt.