Ein stiller, großer Film über Kindheit, Krieg und Erinnerung.
„Amrum“ hat mich positiv erschlagen – mit seiner Schlichtheit, seiner Wahrhaftigkeit und seiner stillen Kraft. Hark Bohm, inzwischen 86 Jahre alt, hatte nicht mehr genug Kraft, diesen Film selbst zu drehen. Sein langjähriger Weggefährte Fatih Akin hat diesen Herzenswunsch für ihn erfüllt – und das spürt man in jeder Szene.
Der Film verwebt Kindheitserinnerungen mit den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs, in denen selbst Hitlers Tod nur als ferne, kaum begreifliche Nachricht vorbeizieht. Ohne Effekthascherei, aber mit großer Menschlichkeit erzählt „Amrum“ vom Ende einer Zeit und vom Beginn eines Lebens.
Ein Meisterwerk der leisen Töne – ehrlich, berührend und tief verwurzelt in Erinnerung und Dankbarkeit. Danke für diesen Film.👋🕊️🐧