Da wurden aber alle Klischees neu aufgekocht und damit nichts besser gemacht. Ganz abgesehen vom Fehlen des Motives der Figur Kommissar Berg, was die ganze „Serie“ sowieso schon absurd macht, schien es eher ein Testosteron-Schwachkopf Wettbewerb zu sein, als ein Krimi.
Ich frage mich immer schon, warum man Mafia-Boss wird, wenn man dann nur in einer armseligen Kneipe bei minderem Kunstlicht mit ein paar Trotteln die böse kucken rumsitzen darf und ein eher bescheidenes Dasein fristet. Die Motorrad fahrenden, immer pubertären bösen Buben sind da ja fast noch als authentisch anzusehen und vielleicht haben sie ja tatsächlich immer einen besonders Doofen dabei, der „Prospect“ auf seinem Deppenjackerl stehen hat.
Immer, das scheint eine verpflichtende Voraussetzung zu sein, sind die ganzen Männer in den „Krimis“ sehr schweigsam, so als würden alle am Heino Ferch Wettbewerb teilnehmen wollen. Aber vielleicht können sie sich gar nicht so viel Text merken.
Polizistinnen und Polizisten müssen auch immer sofort um die Hoheit über den Fall streiten – haben aber auch immer einen männlichen Vorgesetzten, der notfalls seine schützende Hand über sie hält. Dafür werden sie aber zum Schluss dann doch immer Freunde – schließlich haben sie sich ja auch gegenseitig das Leben gerettet.
Dass die verstorbene Schwester immer mal im Hintergrund auftaucht, um darzustellen, dass die noch lebende Schwester das für mindestens eine Figur unvermeidliche Trauma hat: geschenkt. Dafür war diesmal keine der Polizistinnen alleinerziehend. Nein! Stopp! Stimmt nicht! Die Traumatisierte hat ja den Sohn/Neffen alleine groß gezogen…Uff – gerade noch mal gut gegangen: auch dieses Klischee wurde bedient.
Um dieser Produktion inhaltlich und von der schauspielerischen Leistung in der Kritik gerecht zu werden, ist es wahrscheinlich am ehesten angemessen das mit „PiPaPo, BlaBlaBla“ zu kommentieren, denn mehr wurde einem seitens der Produktion ja schließlich auch nicht geboten.
Deutsches Fernsehen in voller Fremdschäm Wucht.