Die Historikerin Lucinda Jäger wertet circa 140 Briefe von einer Mutter und Ehefrau an der Heimatfront im Kriegsalltag in der Stadt des KdF-Wagens (heute Wolfsburg) aus. Die Briefesammlung ist ein eindrucksvolles Dokument der Zeitgeschichte aus der Stadt des KdF-Wagens.
Die Autorin Lucinda Jäger erarbeitet und erforscht die überlieferte Briefsammlung und zeichnet ein detailreiches Bild über Alltag und Routinen einer Familie an der „Heimatfront“ im Nationalsozialismus – aus der weiblichen Perspektive einer Mutter und zumeist sehr regimetreuen „Volksgenossin“. Dabei erlebt die Familie Busch die ersten Kriegsjahre vergleichsweise überwiegend unbeschwert. Mit der Fortdauer des Krieges, vielen Luftalarmen, Lebensmittel Knappheit und der Sorge um Verwandte und Familie nehmen gleichwohl die Sorgen im Kriegsverlauf zu. Aus Beunruhigungen werden Ängste, die Irmgard Buschs Gedankenwelt und private Lebenswirklichkeit prägen sowie mehr und mehr trüben.