Ich hatte das Buch „Shatter Me“ angefangen in der Hoffnung auf einen Roman über eine spannende dystopische Geschichte, mit einer starken weiblichen Hauptfigur, und wurde leider enttäuscht. Die Storyline des Buches ist nicht durchdacht und hat viele Lücken. Ich habe das Gefühl die Autorin hat sich keine Gedanken über ihre ausgedachte Welt gemacht, sondern nur über die kitschige Liebesgeschichte, die mehr Seiten füllt als tatsächliche spannende Szenen. Auch die Hauptfigur Juliette ist keine gute Representation von einer starken Frau und ist über das Buch hinweg komplett abhängig von ihrem Freund, dem starken Soldat. Der einzige Moment in dem Juliette alleine im Kampf gezeigt wird, ist auch nur um ihren Freund Adam zu retten, weil es für Frauen ja keinen anderen Grund zum kämpfen gibt als männliche Liebe. Es gibt keine Darstellung wie sie sich wirklich aktiv gegen das Regime stellt und generell lässt sich sagen, dass alle Charaktäre dieses Buches jeglichem Klischee entsprechen. Ich gebe aller Dings zu, dass die Geschichte spannend erzählt und viele interessante Szenen hat, und ich stetig wissen wollte wie sich die Geschichte weiterentwickelt. Leider war der schreibstyl für mich schwer zu lesen, da ich manchmal das Buch zuklappen und durchatmen musste, um nicht vor Kitsch und unangenehmen Szenen durchzudrehen. Ich finde es schade, dass man Juliettes starken und eigenwilligen Charakter so an eine Beziehung zu einem Mann gebunden hat, den sie kaum vorher kannte. Meiner Meinung nach kein gutes Vorbild für junge Frauen, die versuchen ihren Platz im Leben zu finden.