Vorausschicken will ich, dass ich das Buch nicht gelesen habe und daher die filmische Umsetzung nicht beurteilen kann. Die Serie habe ich mir 2 mal angeschaut, um bei dem 5. Teil, recht unzufrieden, abzuschalten.
Eine Filmgeschichte, die beansprucht, einen bedeutungsvollen wie unerträglich gewalttätigen Abschnitt der neueren Geschichte angemessen wiedergeben zu wollen, sollte auf auffällige Stilbrüche verzichten.
1.) Ebenso wie z. B. moderne Kleidung, Fahrzeuge, Kommunikationsmittel (Handys ...) es dem Zuschauer erschweren, sich "in" der historischen Situation zu identifizieren (hineinnehmen zu lassen), tut dies auch der Einsatz schwarzer Schauspieler, zudem mit Dreadlocks: Das nimmt viel von der bedrückenden historischen "Schärfe" des stalinistischen Terrors;
2.) der zudem auch nur am Rande wie in ziemlich abgedunkelter Form in Erscheinung tritt. Aber selbst dann ließe sich durch dramaturgische Kunst (Regie und Drehbuch) und schauspielerische Leistung die Tragik geeigneter/verzweifelter darstellen - ohne Brutalität zu zeigen!
Die Serie wird aus genannten Gründen dem Sujet bzw. der historischen Vorgeschichte keineswegs gerecht und ist deshalb als unterdurchschnittlich schlecht zu bewerten! Anders als die ausgezeichneten Tragikkomödien "The death of Stalin" oder "The Red Zar" bleibt einem "das Lachen nicht in der Kehle sitzen".
Weil zu oberflächlich (schwarze Schauspieler...) und seicht, hätte man sie besser als bspw. "Menschen im Hotel" oder "The Best Exotic Moscow Hotel" betiteln sollen.
Regie, Drehbuch, Casting und schauspielerische Leistung (incl. Ewan McGregor) sind deutlich unzureichend wie (historisch bezogen) unangemessen!!!