Das Thema ist so wichtig,und nachdem ich Maria Furthwängler bei Maischberger gesehen habe, habe ich mir diesen Film in der Mediathek angesehen. Eine so tolle Schauspielerin und so ein wichtiges Thema. Aber hier dachte ich auch- eine labile Frau, offensichtlich mit einer gewissen Lebenssehnsucht und Instabilität. Nach ihrer Einladung‘ an den jungen Mann, zum ‚Kraulen lernen’ in den Pool zu kommen, hätte ihr klar sein müssen, dass etwas geschehen könnte- bei diesem so viel jüngeren Mann, der ihr Sohn hätte sein können. Ich habe einen Sohn in diesem Alter. Der Film hat mich sehr verwirrt und ungläubig zurückgelassen. Da gibt es für mich eine Verantwortung, als erfahrene Frau zu wissen, was so etwas mit einem jungen Mann machen kann. Deshalb ist der junge Mann für mich eher das Opfer als sie. Spontan dachte ich an den Filmklassiker ‚Mrs Robinson’ mit dem jungen Dustin Hoffmann, in dem er von der Mutter seines Freundes verführt wird. Der Film ist für mich eine große Enttäuschung. Frauen sollen kurze Röcke tragen können und Spaß haben. Aber wenn man, wie Frau Furthwängler berichtet hat, schon einige Erfahrungen mit ungewollten Annäherungen gemacht hat, sollte man auch kritische Grenzen erkennen- oder man ist zu betrunken oder bekifft und kann keine Verantwortung übernehmen. Dann muss man dazu stehen. Wäre das mit meiner Freundin und meinem Sohn passiert, hätte ich sie gefragt, ob ihr klar ist, dass ein so junger Mann erst dabei ist, sich und seine Sexualität zu entdecken. Der Film hat mich (auch als Mutter) eher wütend gemacht. Das Thema ist leider aus meiner Sicht - trotz einer tollen schauspielerischen Leistung- total verfehlt.