Dieses kinematographische Meisterwerk ist wie eine weiche Delikatesse. Speichelfluss anregend, zahnlos zu verspeisen, geschmeidig zu schlucken, geschmacklich entkernt und luftabschnürend strangulierend.
Besonders Light Turner überzeugt durch seine beständige Inkompetenz, sein moralisches Flachland und seine Fähigkeit, jede Szene mit dem Charisma eines feuchten Papiertaschentuchs zu dominieren.
Auch die sukzessive Entfremdung einer autonomen, ursprünglich lieb gewonnenen Hauptcharakterin hin zu einem hysterischen Sidekick, dessen Existenz nur bestehen darf, um seinen Teil im multiperspektivisch eindimensionalen, architektonisch plattgemeinselten Gebilde der Charakterentwicklung der Hauptperson des Filmes abzuleisten, erscheint an dieser Stelle äußerst passend.
Insgesamt somit eine groteske Dekonstruktion narrativer Kohärenz. Ein Film, der sich traut, alles zu ignorieren, was das Original ausgemacht hat – außer den Namen. Und selbst die nur halb.