Berührender Film.
Auch ich fand Millie Vanilli damals toll.
Wir alle haben genau das bekommen, was wir haben wollten.
Super Sound dieser Zeit, absoluter Hype, Sex und Fanberauschung. Letztendlich war es egal, ob die Jungs selbst sangen oder nicht.
Wir alle wollten doch sowieso nur das Gesamtpaket. Und als der Hype und das Megageschäft platzte, die Story wackelte und der unbestritten geniale Frank Farian sich aus der Story und seinem Egorausch schoss - Flucht nach vorn - als sei er ein Opfer seiner selbst - war alles so schnell vorbei, wie es angefangen hatte.
Die wirklichen Leidtragenden waren Rob und Fab. Allein im Absturz, stehen gelassen, benutzt, kein Geld mehr mit ihnen zu verdienen.
Rob zahlte dieses Kapitel seines Lebens mit seinem Leben selbst. Fab - hat sich irgendwie gerettet.
Ich habe den Film jetzt gerade zu Ende gesehen. Bin traurig, habe grosses Mitgefühl mit den beiden Protagonisten und bin vor allem beeindruckt von dieser klar erzählten Story.
Alle Schauspieler haben mich in jeder ihrer Rollen emotional abgeholt. Der Aufbau des Films, die Erzählstruktur aus der Sicht von Milli Vanilli, haben mich mitgenommen und gefesselt. Und obwohl wir alle wissen, wie diese Story ausgegangen ist, war der Film keine Sekunde langweilig.
Matthias Schweighöfer habe ich nie besser gesehen, als in dieser Rolle. Er schafft es Frank Farian posthum in ein anderes, verständlicheres Licht zu setzen und fast schon Sympathien für ihn zu schaffen.
Tijan Nije, Elan Ben Ali haben absolut grossartig gespielt.
Ein Stück Musikgeschichte hat seine verdiente Aufarbeitung gefunden.
Dafür Danke an den Regisseur und Drehbuchautor Simon Verhoeven.
5 Sterne !